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Erfahrungen

erzählungen von betroffenen

Frauen berichten, warum sie sich für oder gegen eine Abtreibung entschieden haben, wie es ihnen damit geht und welche Auswirkungen dieser Schritt auf ihr Leben hat. Lesen Sie persönliche Erfahrungen anderer, die Ihnen selbst weiterhelfen können.

Abtreiben bei Behinderung?

Sabine K. ist überglücklich: Sie ist schwanger – nach ihrer Tochter das zweite Wunschkind. Doch in der 18. Schwangerschaftswoche erfährt sie, dass das Kind behindert sein wird.

Damit hatte sie nicht gerechnet. „Bis zur 18. Schwangerschaftswoche verlief alles normal. Dann jedoch verschaffte sich unser kleiner Zwerg plötzlich unsere ganze Aufmerksamkeit“, schildert Sabine K. die Zeit der Diagnose in dem Buch „Aus dem Bauch heraus. Pränataldiagnostik und behindertes Leben“. Bei einer Routineuntersuchung stellt der Frauenarzt fest, dass das Kind an Spina bifida, einem sogenannten „offenen Rücken“ leidet, höchstwahrscheinlich schwer behindert sein würde. Familie K. fällt aus allen Wolken. Was nun? Die Schwangerschaft fortsetzen oder lieber beenden?

 

Kinder mit Behinderung kennenlernen

Um zu erfahren, wie es anderen Familien geht, deren Kinder mit dieser Art der Behinderung auf die Welt gekommen sind, nimmt Familie K. Kontakt zu Betroffenen auf, informiert sich aber auch eingehend über die Möglichkeit des Schwangerschaftsabbruchs: „Wir hielten es für wichtig, uns umfassend mit dem Thema zu beschäftigen, bevor wir eine Entscheidung treffen, wollten einfach das richtige tun“, sagt Sabine heute. Die Gespräche mit den betroffenen Familien beantworten viele Fragen, vor allem auch die Kinder zu sehen, hilft Familie K.: „Die Ausstrahlung der Kinder berührte uns jedes Mal tief. Sie waren alle lebensfroh und glücklich.“

 

Eine unangenehme Verpflichtung?

Nach einigen Wochen hat Familie K. den Eindruck, alle relevanten Informationen zusammengetragen zu haben. Nun muss eine Entscheidung getroffen werden – „bis zur 22. Woche“ lautet die selbstauferlegte Frist von Sabine und ihrem Mann.

 

„Mehrmals täglich schwankten wir zwischen ,Wir sagen ja‘ und ,Nein, das schaffen wir nicht‘.“

 

Unzählige Gespräche mit Familie, Freunden und Bekannten gibt es in dieser Zeit. „Die meisten stellten sich hinter uns, egal wie wir uns entscheiden wollten“, sagt Sabine. Und trotzdem spüren sie und ihr Mann auch einen „undefinierbaren gesellschaftlichen Druck – und der wies in Richtung Abbruch. Heute sehen wir dieses Gefühl als Auswirkung einer Umwelt, die uns Spontaneität und Perfektionismus vorlebt, um sich nicht mit unangenehmen und bindenden Verpflichtungen behindern zu müssen.“

Schließlich entscheidet sich Familie K. gegen eine Spätabtreibung. Nach der Entscheidung fühlt sich Sabine „unendlich frei und dankbar, endlich wieder schwanger sein zu dürfen. Mit unserer Entscheidung haben wir wieder zu unserer Ruhe und zu unserem Glück gefunden.“

 

Quelle: dersonntag.at


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